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In diesem Bericht erzähle ich von meinen Eindrücken und Tipps die ich auf der Dachstein Experience Runde gesammelt habe.
Tourdaten im Überblick
- Region: Österreich
- Land: Österreich
- Distanz: 244.4 km
- Höhenmeter: 7781 hm
- Fahrzeit: 22h
- Schwierigkeit: Schwer
Mit dem MTB Rund um den Dachstein: Die Dachstein Experience Runde in 3 Etappen
Diese MTB-Runde rund um den Dachstein habe ich mir ganz bewusst als Vorbereitung für meine anstehende Alpe-Adria-Tour ausgesucht. Ich bin mit der Erwartung gestartet, dass die Runde nicht extrem technisch sein würde, aber trotzdem ordentlich an die Substanz gehen kann. Genau so hat es sich dann auch angefühlt: weniger ein verspielter Trailtrip als vielmehr eine lange, fordernde Mehrtagestour mit vielen Höhenmetern und dem gesamten Tourenrucksack am Buckel.
Die Daten geben schon einen guten Hinweis, worauf ich mich eingelassen habe: 244,4 Kilometer, 7.781 Höhenmeter, 22 Stunden Fahrzeit und insgesamt drei Etappen (eigentlich 2,5 Etappen). Die Runde ist als schwere Rundtour einzustufen, und für mich lag die Herausforderung vor allem in der Kombination aus Distanz, langen Anstiegen, Hitze und Gepäck. Technisch war vieles auf Radwegen, Nebenstraßen und Forstwegen gut fahrbar, aber die Länge der Tage macht diese Dachstein Runde trotzdem ernsthaft.
Praktisch fand ich, dass ich direkt in Gröbming am Bahnhof starten konnte (nächster Einstiegspunkt wenn man aus der Region Wien anreist). Dort habe ich mein Auto stehen lassen und mir so einen unkomplizierten Ausgangspunkt geschaffen. Die Tour selbst verläuft rund um das Dachsteinmassiv und führt durch mehrere Bundesländer. Die gesamte Strecke ist grundsätzlich gut beschildert, trotzdem empfehle ich immer ein Auge am GPX Track zu haben, man kann sich schon ordentlich verfahren auch!
- Titel: Rund um den Dachstein – MTB Dachstein Experience
- Region/Land: Österreich / Österreich
- Tourtyp: Rundtour MTB
- Etappen: 3
- Distanz: 244,4 km
- Höhenmeter: 7.781 hm
- Fahrzeit: 22 h
- Schwierigkeit: Schwer
- Start/Ziel: Gröbming Bahnhof
Tour auf einen Blick
- Start in Gröbming nach der Anreise aus Wien
- Etappe 1: Gröbming nach Filzmoos
- Etappe 2: Filzmoos nach Obertraun
- Etappe 3: Obertraun zurück nach Gröbming
- Untergrund großteils Radweg, Nebenstraße und Forstweg
- Lange Anstiege mit vollem Tourenrucksack
- Heiße und schwüle Bedingungen an mehreren Passagen
Wenn ich die Runde kurz einordnen soll, dann war sie für mich keine Tour, bei der ich ständig nur an spektakuläre Abfahrten denke. Stattdessen war es eine Etappentour, bei der ich mein Tempo sauber einteilen musste. Ein Forstweg, also ein meist geschotterter Wirtschaftsweg im Wald, war dabei oft die Grundlage der Anstiege. Das macht die Strecke planbarer als alpine Tragepassagen, aber nicht automatisch leicht. Gerade über viele Stunden summieren sich solche Rampen enorm.
Die Dachstein Runde wird offiziell in mehreren Tagesabschnitten gefahren, und meine Aufteilung auf drei Etappen hat dafür sehr gut gepasst. Dass ich am ersten Tag erst am Nachmittag losgekommen bin, hat die Einteilung ohnehin vorgegeben. Rückblickend war das sogar sinnvoll, weil ich so kontrolliert in die Runde hineingefunden habe, statt gleich am ersten Abend zu überziehen.
1. Etappe: Von Gröbming über die Dachstein-Südwand nach Filzmoos
Ich bin in Gröbming gestartet und habe mein Auto am Bahnhof stehen gelassen. Weil ich nach der Arbeit erst von Wien weggefahren bin, war es schon Nachmittag, als ich wirklich auf dem Rad saß. Deshalb habe ich die erste Etappe bewusst kleiner gehalten und mir Filzmoos als Tagesziel gesetzt. Das war für mich die richtige Entscheidung, denn ich konnte erst locker hineinrollen und musste nicht von Anfang an auf Biegen und Brechen Strecke machen.
Die ersten zehn Kilometer bis Aich waren entspanntes Einrollen am Radweg. Genau so mag ich einen Tourstart: nicht sofort volle Belastung, sondern einmal den Rhythmus finden, die Beine aktivieren und das Gepäck spüren. Mit vollem Tourenrucksack fährt sich selbst flaches Terrain anders als eine kurze Feierabendrunde. Ich habe auf diesen ersten Kilometern sofort gemerkt, dass die kommenden Tage weniger von Spritzigkeit als von Konstanz leben würden.
Nach Aich begann die Steigung langsam, wirklich langsam. Bis etwa Kilometer 25, wo ich auf die Bundesstraße zwischen Schladming und Ramsau gekommen bin, habe ich noch gar nicht viele Höhenmeter gesammelt. Genau das kann auf solchen Touren fast täuschen. Ich hatte das Gefühl, es läuft alles locker, aber eigentlich war das nur die lange Einleitung für den ersten echten Prüfstein des Tages.
Ab dort änderte sich der Charakter schlagartig. Es ging hinauf zur Talstation der Dachstein-Südwand-Bahn. Der Name „Talstation“ klingt harmlos, fast nach einem niedrigen Ziel, aber sie liegt auf etwa 1.600 Höhenmetern. In der schwülen Nachmittagshitze war dieser Anstieg entsprechend zäh. Ich musste mein Tempo sauber dosieren und vor allem darauf achten, nicht zu früh zu viel Druck aufs Pedal zu bringen.
Gerade bei Hitze merke ich auf solchen Anstiegen, wie wichtig konstantes Trinken ist. Ich hatte auf dieser Runde zum ersten Mal meine neue Trinkblase im Einsatz, und genau für solche langen Kletterpassagen war das ideal. Ich konnte regelmäßig trinken, ohne lange stehen zu bleiben oder ständig zur Flasche greifen zu müssen. Für mich hat sich das auf dieser Tour absolut bewährt.
Nach der Auffahrt ging es über Jagahofalm, Maraalm und Bachlalm wieder abwärts, vorbei beim Parkplatz der Bachlalm. Danach fuhr ich auf einer wenig befahrenen Nebenstraße Richtung Filzmoos. Diese Passage war angenehm, weil ich nach dem langen Anstieg wieder etwas rollen lassen konnte, ohne dauernd stark bremsen oder auf viel Verkehr achten zu müssen.
Ganz ohne letzte Gemeinheit ging der Tag aber nicht zu Ende. Vor Filzmoos wartete noch ein kleiner, aber anstrengender Anstieg über die Jausenstation Schnitzberg. Leider hatte sie geschlossen. Gerade auf den letzten Kilometern hofft man bei so einem Punkt oft auf eine kurze Pause oder zumindest auf ein kleines Motivationssignal. In meinem Fall blieb es bei der Erkenntnis, dass auch ein kurzer Schlussanstieg nach einem heißen Tag richtig beißen kann.
In Filzmoos angekommen, war ich dann einfach froh, die erste Etappe sauber abgeschlossen zu haben. Es gab Spaghetti zum Nachtmahl, dazu eine nette Unterkunft, und damit war für mich alles da, was ich nach diesem Einstieg gebraucht habe. Für eine Übernachtung in Filzmoos würde ich wieder früh genug schauen, was verfügbar ist; passende Unterkünfte finde ich zum Beispiel bei Booking in Filzmoos.
Rückblickend war diese erste Etappe ideal, um mich in die Tour hineinzufinden. Ich habe nicht riskiert zu überpowern und schon einen klaren Eindruck bekommen, worum es bei dieser Runde geht: lange Belastung, einige giftige Höhenmeter und ein ehrlicher Respekt vor allem, was mit vollem Gepäck länger bergauf führt.
2. Etappe: Von Filzmoos über den Hornspitz, Gosau und Rossalm nach Obertraun
Am zweiten Tag bin ich früh losgefahren. Das Wetter sollte wieder traumhaft werden, und ich wusste schon beim Start, dass es ein langer und fordernder Tag werden würde. Mein Ziel war Obertraun am Hallstätter See, also die West- und Nordseite der Dachstein-Umrundung. Die Etappe war auch ohne Extraprogramm schon groß genug, und ich hatte großen Respekt vor den angekündigten knapp 2.700 Höhenmetern.
Zunächst ging es auf und ab, großteils auf Forstwegen. Das war fahrtechnisch angenehm, aber auch angenehm für den Start in den Tag: kein einzelner brutaler Auftakt, sondern ein ständiger Wechsel, der Kraft kostet, ohne dass man es sofort merkt. Einen Abstecher auf die Langfeldhütte habe ich mir gespart. Die zusätzlichen 500 Höhenmeter waren mir an diesem heißen Tag einfach zu viel, vor allem weil es für Mittagessen ohnehin noch zu früh gewesen wäre.
Über das Alpendorf Dachstein West oberhalb von Annaberg gelangte ich auf die B166. Dort konnte ich zunächst zum tiefsten Punkt des Tages hinunterrollen. Solche Abschnitte fühlen sich in dem Moment immer gut an, aber ich wusste genau, was danach kommt: Beim Reitgut Lammertal begann der ordentliche 800-Höhenmeter-Anstieg zum Hornspitz. Und genau so war es dann auch.
Die erste Zeit ging es noch auf Asphalt, teilweise in direkter Sonneneinstrahlung. Das hat spürbar mehr Kraft gekostet als ein schattiger Waldanstieg. Erst später wechselte die Strecke in den Wald auf Forstwege, und dort wurde es angenehmer. Nicht leichter, aber besser erträglich. Solche Unterschiede machen an heißen Tagen enorm viel aus. Ich konnte den Rhythmus wieder besser finden und gleichmäßiger fahren.
Bei der Edtalmhütte hatte ich Glück: Sie war gerade beim Aufsperren. Das kam für mich genau richtig, denn ich war hungrig und habe dort zu Mittag gegessen, ganz schlicht mit einem Käsebrot. Auf langen Etappen muss für mich nicht alles spektakulär sein. Oft reicht genau so eine einfache Pause, um körperlich und mental wieder etwas Stabilität zu gewinnen, bevor der nächste Anstieg oder Übergang folgt.
Von dort waren es noch rund 100 Höhenmeter bis zum Hornspitz. Danach ging es auf der anderen Seite teilweise durchs Skigebiet wieder bergab Richtung Gosau. Solche Abfahrten fahren sich anders als naturbelassene Trails: oft offen, gut überschaubar und schnell, aber nicht unbedingt verspielt. Für mich war das an diesem Tag völlig in Ordnung, weil ich den Schwerpunkt ohnehin auf das Durchkommen und das Kräfte-Management gelegt habe.
Ab Gosau wurde es gemütlicher. Am Radweg ging es weiter bis zum vorderen Gosausee, wobei schon noch ein bisschen Steigung dabei war. Als ich dort ankam, war ich ehrlich gesagt erschrocken, weil kein Wasser im See war. Eine Einheimische erklärte mir dann, dass die Turbinen gewartet werden und deshalb das Wasser abgelassen werden musste. Solche Begegnungen sind oft kurz, aber sie helfen enorm, wenn man eine Situation erst einmal nicht einordnen kann.
Ich habe dort noch einen Kaffee getrunken, bevor der letzte große Anstieg des Tages anstand: hinauf zur Rossalm. Kurz hat es einmal getröpfelt, aber ich brauchte auch an diesem Tag keine Regenjacke. Auf Fotos wirkt so ein Himmel oft dramatischer, als es sich tatsächlich anfühlt. Für mich blieb es fahrbar, und ich konnte den Fokus auf das Wesentliche richten: noch einmal rund 800 Höhenmeter, durchgehend auf Forstwegen.
Diese Auffahrt zur Rossalm war für mich einer der härtesten Momente der ganzen Runde. Oben angekommen, war ich ziemlich leer. Selbst mein wohlverdientes Bier konnte mich in dem Moment nicht mehr wirklich aufrichten. Das ist für mich immer ein klares Zeichen, dass die Reserven ziemlich aufgebraucht sind. Zum Glück war der große Kraftakt damit erledigt, denn danach ging es nur noch bergab.
Die Abfahrt Richtung Hallstatt war dafür ein echter Abschluss nach Maß. Ich hatte schöne Ausblicke und konnte trotz Müdigkeit noch genießen, wie eindrucksvoll diese Seite der Runde ist. Danach rollte ich am Radweg den See entlang nach Obertraun. Nach so einem langen Tag hat sich dieses Einrollen fast wie eine Belohnung angefühlt. Auch in Obertraun hatte ich wieder ein sehr tolles Quartier. Wer dort übernachten will, findet Möglichkeiten zum Beispiel bei Booking in Obertraun.
Wenn ich diese zweite Etappe zusammenfasse, dann war sie für mich die Königsetappe der Runde. Sie hatte Hitze, lange Anstiege, genug Höhenmeter für einen ganzen Tag und am Ende trotzdem diese starken Eindrücke rund um Gosau, Hallstatt und Obertraun. Genau solche Etappen zeigen mir, ob eine Tour als Vorbereitung taugt. Für mich hat diese MTB-Runde diesen Zweck voll erfüllt.
3. Etappe: Von Obertraun über die Ewige Wand und Viehbergalm zurück nach Gröbming
Am dritten Tag ging es zurück zum Bahnhof in Gröbming. Der Start war zunächst gemütlich und flach bis zum Kraftwerk Lauffen. Gerade nach der harten zweiten Etappe war ich froh über dieses entspannte Einfahren. Der Radweg dort hat mir sehr gut gefallen, und besonders die Ostseite des Hallstätter Sees fand ich traumhaft. Solche flachen Anfangskilometer helfen mir, den Körper noch einmal in Gang zu bringen, bevor die nächsten Anstiege beginnen.
Beim Kraftwerk Lauffen begann dann der erste richtige Anstieg. Es ging über die legendäre Ewige Wand und danach auf und ab auf wenig befahrenen Forstwegen Richtung Altaussee. Diese Passage hatte für mich einen besonderen Reiz, weil sie abgelegen wirkte und sich das Fahren sehr ruhig angefühlt hat. Gleichzeitig muss ich bei so etwas immer an die Versorgung denken, denn landschaftliche Einsamkeit ist schön, aber sie verzeiht keine schlechte Planung.
Genau das war hier wichtig: Ich kam unterwegs nirgendwo vorbei, also rund 25 Kilometer ohne Zivilisation und ohne Wasserstellen. Das ist ein Punkt, den ich bei dieser Etappe ausdrücklich hervorheben würde. Wer dort zu knapp startet, kann schnell ein Problem bekommen, besonders wenn es warm oder schwül ist. Für mich war das ein Abschnitt, in dem ich bewusst sparsam, aber regelmäßig getrunken und meine Kräfte sauber eingeteilt habe.
Von Altaussee ging es mit Blick auf den Loser weiter nach Bad Aussee und dann am Radweg bis Kainisch. Den malerischen Ödensee habe ich ausgelassen, obwohl er sicher schön gewesen wäre. Das wären etwa 15 zusätzliche flache Kilometer gewesen, und der Wetterbericht hatte für den späten Nachmittag ein schweres Gewitter angekündigt. In so einem Fall entscheide ich lieber pragmatisch. Ein schöner Zusatz bringt mir nichts, wenn ich mich dafür später unnötig in schlechtes Wetter hineindränge.
Stattdessen fuhr ich über den Eckwald weiter. Dieser Bereich liegt wie ein Sattel zwischen dem Hochmoorgebiet Ödensee und dem Salza-Stausee. Genau dort hinunter kam ich dann auch, und dort habe ich meine verspätete Mittagsrast eingelegt. Ich war zu dem Zeitpunkt schon ziemlich leer. Erst nach der zweiten Cola hatte ich wieder genug Kraft für den letzten großen Anstieg des Tages.
Dieser letzte Anstieg führte auf die Viehbergalm. Weil mich die heranziehende Schlechtwetterfront gestresst hat, habe ich mich auf dem Weg hinauf eher gehetzt, was keine gute Idee war. Ich musste viele Pausen machen, weil die Luft aufgeheizt und schwül war und die Beine nach den Vortagen schon schwer waren. Solche Momente sind typisch für Mehrtagestouren: Nicht der einzelne Berg ist das Problem, sondern die Summe dessen, was bereits in den Beinen steckt.
Trotzdem habe ich es trocken bis hinauf geschafft. Leider waren beide bewirtschafteten Almhütten geschlossen. Das war schade, weil ich mich schon auf eine kurze Einkehr gefreut hatte. Umso schöner war die Begegnung, die stattdessen kam: Eine liebe Familie, der eine Hütte dort gehört, hatte Mitleid mit mir und lud mich auf ein Bier ein. In dem netten Gespräch habe ich das drohende Gewitter fast vergessen.
Erst das Donnern hat mich wieder daran erinnert, dass ich noch nicht im Trockenen war. Also bin ich schleunigst wieder auf mein Bike gestiegen und habe versucht, möglichst trocken bis zum Auto zu kommen. Das hat leider nicht ganz funktioniert. In den bekannten Öfen, dieser steilen und kurvenreichen, von Felsen umsäumten Straße, erwischten mich die ersten Sturmböen und Tropfen. Da war klar, dass ich das Wetter nicht mehr ganz abschütteln würde.
Ich habe es dann gerade noch bis unter das Dach der Tankstelle in Gröbming geschafft. Dort bin ich ungefähr 30 Minuten stehen geblieben und habe abgewartet, bis das Gewitter durch war. Danach rollte ich trotzdem noch im Regen hinunter zum Bahnhof. Dort kam ich patschnass an. Genau deshalb ist meine ganz klare Empfehlung nach dieser Tour: Immer Reservewäsche im Auto haben. Nach drei Tagen am Rad kann so ein trockenes Shirt am Ende fast schon Luxus sein.
Mit dem Eintreffen am Bahnhof war die Runde geschlossen. Die drei Tracknamen meiner Aufzeichnung lauteten Obertraun Mountainbiken, Filzmoos Mountainbiken und Michaelerberg-Pruggern Mountainbiken, dazu kamen insgesamt 66.462 Punkte in der GPX-Aufzeichnung. Solche Daten sind für mich im Nachhinein spannend, weil sie die Erinnerung an die Etappen noch einmal strukturieren. Vor allem bei einer Runde, die nicht einfach nur einem Tal folgt, sondern wirklich in mehreren Abschnitten um den Dachstein führt, hilft mir das sehr.
Mein Fazit zur Dachstein Runde
Für mich war diese Dachstein Runde eine sehr gute Vorbereitung auf eine längere Alpenüberquerung. Sie war nicht in erster Linie technisch schwer, aber körperlich absolut fordernd. 244,4 Kilometer und 7.781 Höhenmeter sprechen ohnehin für sich. Entscheidend war für mich jedoch, dass ich die Höhenmeter nicht mit leichtem Tagesrucksack gefahren bin, sondern mit voller Tourenausrüstung. Genau das hat der ganzen Sache den Trainingswert gegeben.
Ich würde die Runde allen empfehlen, die lange MTB-Etappen mögen und sich ihre Kräfte gut einteilen können. Wer spektakuläre Trailmeter sucht, wird hier nicht fündig. Wer aber eine ehrliche Mehrtagestour mit vielen Forstwegen, schönen Seepassagen, starken Blicken auf den Dachstein und mehreren langen Anstiegen sucht, bekommt hier eine intensive Runde. Dass sie durch drei Bundesländer führt, passt gut zu diesem Gefühl, wirklich unterwegs zu sein und nicht bloß eine lokale Schleife zu fahren.
Besonders in Erinnerung bleiben mir die schwüle Hitze am ersten langen Anstieg, der starke zweite Tag mit Hornspitz und Rossalm, die stille Passage Richtung Altaussee ohne Infrastruktur und der nasse Schlusspunkt in Gröbming. Solche Erlebnisse sind nicht geschniegelt, aber genau deshalb bleiben sie hängen. Wenn ich eine Tour im Nachhinein noch klar im Körper spüre, dann war sie meistens gut gewählt.
Auch mein Materialtest war auf dieser Runde aufschlussreich. Die neue Trinkblase hat sich klar bewährt. Und meine neuen Five Ten MTB Schuhe haben für mich ebenfalls Sinn gemacht, vor allem wenn Bike & Hike geplant ist. Auf dieser Runde brauchte ich das zwar nicht als Schwerpunkt, aber ich habe gemerkt, dass solche Schuhe dann am meisten ausspielen, wenn man auch einmal längere Schiebepassagen oder Gehstücke einplant. Außerdem hat man auf Mehrtagestouren kein 2tes paar Schuhe dabei, also braucht man MTB Schuhe die halbwegs ausgeh-tauglich sind, zumindest für Frühstück und Abendessen.
Wer solche Etappenformate spannend findet, findet auf dem Blog vielleicht auch bei der Tour de Alm – Mit dem Mountainbike in 3 Tagen durchs Mühlviertel oder beim Stoneman Dolomiti – MTB Klassiker in Südtirol ähnliche Mehrtagesinspiration. Für mich hatte diese Dachstein Experience aber ihren ganz eigenen Charakter: weniger Show, mehr Substanz.
FAQ
Ist die Dachstein Experience als MTB-Tour technisch schwierig?
Ich habe die Runde vor allem als körperlich schwer erlebt. Technisch lief viel auf Radwegen, Nebenstraßen und Forstwegen ab. Anspruchsvoll waren für mich vor allem die langen Anstiege, die vielen Höhenmeter und das Fahren mit vollem Tourenrucksack.
Wo sollte ich auf dieser Dachstein Runde besonders auf Versorgung achten?
Ich würde besonders die Passage am dritten Tag Richtung Altaussee im Blick behalten. Dort bin ich etwa 25 Kilometer ohne Zivilisation und ohne Wasserstellen gefahren. Generell habe ich auf heißen Tagen gemerkt, wie wichtig regelmäßiges Trinken und eine realistische Etappenplanung sind.
Für wen eignet sich diese Tour besonders gut?
Ich finde die Runde ideal, wenn ich mich auf eine längere Mehrtagestour vorbereiten will. Wer lange Etappen, viele Höhenmeter und konstantes Fahren mag, bekommt hier eine starke Trainingsrunde. Wer dagegen vor allem technische Trails oder sehr kurze Tagesausflüge sucht, wird mit dieser Tour eher weniger anfangen können.













