Mountainbike – Tourbericht
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Hier beschreibe ich die wichtigsten Eindrücke und Tipps von der Großen Jogl Tour im Wechselgebiet / Steiermark, die wir ein 2 Etappen aufgeteilt haben
Tourdaten im Überblick
- Region: Steiermark
- Land: Österreich
- Distanz: 171.8 km
- Höhenmeter: 5913 hm
- Fahrzeit: 14h
- Schwierigkeit: Mittel
Die Große Jogl Tour in 2 Tagen: mein Mountainbike-Abenteuer in der Steiermark
Die Große Jogl Tour in 2 Tagen war für mich ein intensives Mountainbike-Wochenende in der Steiermark, das mir vor allem wegen der vielen Höhenmeter und des wechselhaften Wetters in Erinnerung bleibt. Markus und ich sind in der Früh von Wien nach Mönichwald gefahren und gegen 8 Uhr angekommen. Vor uns lagen 171,8 Kilometer, 5913 Höhenmeter und laut Tourdaten rund 14 Stunden Fahrzeit. Als Rundtour ist die Strecke konditionell fordernd, technisch aber eher leicht, was ich auf dieser Fahrt genauso erlebt habe.
Die Route verläuft durch das Joglgebiet im Wechselgebiet und setzt sich aus Wäldern, Nebenstraßen und gut befestigten Wegen zusammen. Laut den offiziellen Informationen ist der Große Jogl als Mehrtagestour mit mehreren Etappen angelegt, was gut zu meinem Eindruck passt: In zwei Tagen ist das machbar, aber nur mit guter Form. Wer mehr genießen will, sollte die Runde auf drei Tage aufteilen. Für mich war diese Tour vor allem eine sehr gute Vorbereitung, um viele Höhenmeter auf dem Mountainbike zu sammeln.
Tour auf einen Blick
- Titel: Die Große Jogl Tour in 2 Tagen
- Region: Steiermark, Österreich
- Tourtyp: Rundtour MTB
- Distanz: 171,8 km
- Höhenmeter: 5913 hm
- Fahrzeit: 14 h
- Schwierigkeit: Mittel
- Etappen: 2
- GPX: 2 Tracks, 49.210 Punkte
- Tracknamen: Sankt Kathrein am Hauenstein Mountainbiken, Waldbach-Mönichwald Mountainbiken
- Hauptrichtung laut GPX-Analyse: Nordost
Praktisch fand ich auch, dass die Route klar als MTB-Mehrtagestour gedacht ist und durch mehrere Orte der Region führt. Mein Start- und Endpunkt war Mönichwald, auch wenn Vorau in den Regionsinfos als offizieller Ausgangspunkt genannt wird. Für meine Variante hat das gut gepasst, weil wir dort ankommen, losfahren und am Ende direkt wieder am Zielort a, Badeteich sitzen konnten. Bei der Kirche kann man das Auto gut parken – das war natürlich auch ein Grund warum Mönichwald unser Startpunkt war.
1. Etappe: Von Mönichwald über den Hochwechsel bis zum Rosseggerhof
Am ersten Tag sind Markus und ich nach der Anreise aus Wien direkt in Mönichwald gestartet. Es war ein eher regnerischer Tag, und schon beim Losfahren war klar, dass das keine gemütliche Einrollrunde wird. Der Wetterbericht versprach zwar Besserung für den Nachmittag, aber am Vormittag stand zuerst der Aufstieg auf den Hochwechsel an. Dieser Gipfel liegt auf 1743 Höhenmetern und hat uns gleich zu Beginn alles abverlangt.
Der Anstieg war nicht technisch schwierig, aber durch den Regen unangenehm. Wenn ich von technisch leicht spreche, meine ich: Die Strecke verlangt keine komplizierten Fahrmanöver, keine heiklen verblockten Passagen und keine schwierigen Trails. Ein Trail ist ein schmaler Pfad, oft naturbelassen und enger als eine Forststraße. Auf dieser Tour war eher die Kondition als die Fahrtechnik gefordert. Genau das habe ich am Hochwechsel gespürt.
Oben wurde es dann richtig ungemütlich. Es regnete, dazu kam Sturm und null Sicht. Ich habe den Abschnitt am Hochwechsel als wirklich grauslich erlebt. Von Aussicht oder Gipfelmoment war dort nichts zu holen. In solchen Momenten geht es für mich nur noch darum, in Bewegung zu bleiben, nicht auszukühlen und sauber zu entscheiden, wie viel Risiko bei der Abfahrt noch vernünftig ist. Die Gipfel-Hütte war auch geschlossen, also eine Niederlage wie sie schlimmer nicht sein könnte.
Die Abfahrt bis zur Rabl-Kreuz-Hütte war dann vom starken Regen geprägt (ca 500 hm abwärts). Statt Genuss war volle Konzentration gefragt. Wir sind dort relativ früh zur Mittagspause eingekehrt, einfach um uns aufzuwärmen. Das war einer dieser Stopps, die nicht wegen Hunger wichtig sind, sondern weil sie den Tag retten. Nass bis auf die Haut wird jede Pause, jeder warme Raum und jedes trockene Eck plötzlich zum Highlight.
Nach der Hütte ging es weiter, abwechselnd durch Wälder und über Nebenstraßen. Der Untergrund war dabei durchgehend gut befestigt, was an so einem nassen Tag ein echter Vorteil war. Ich musste mich nicht mit schwierigen technischen Passagen herumschlagen, sondern konnte den Rhythmus halten und einfach Kilometer machen. Genau deshalb halte ich die Tour trotz ihrer Länge fahrerisch für gut kalkulierbar.
Ein nächster markanter Punkt war für mich der Ochsenkopf mit dem kleinen Skigebiet. Solche Abschnitte lockern die Runde auf, weil sie Orientierung geben und den Tag in gut merkbare Teilstücke zerlegen. Nach den zähen Stunden am Vormittag war es hilfreich, wieder ein klares Zwischenziel zu haben. Das Wetter wurde zu diesem Zeitpunkt langsam besser, und ich hatte endlich das Gefühl, dass der Tag nicht komplett im Regen versinkt.
Danach folgte die Abfahrt bis zum Gasthaus Orthofer. Dieser Abschnitt hatte für Markus einen persönlichen Bezug, weil er dort schon den einen oder anderen Langlaufurlaub verbracht hat. Das Gebiet ist mit Nachtloipen ausgestattet und laut seiner Erfahrung ein sehr guter Trainingsort für Langläufer aus unterschiedlichen Nationen. Für mich war das ein schöner Moment, weil die Tour dadurch nicht nur aus Kilometern und Höhenmetern bestand, sondern auch aus Geschichten, die man unterwegs miteinander teilt.
Mit etwa 44 Kilometern in den Beinen wurde es dann langsam zäh. Genau so habe ich es auch empfunden: nicht dramatisch, aber spürbar anstrengender. Gleichzeitig wurde das Wetter besser, was mental enorm geholfen hat. Solange es trockener und heller wird, fährt es sich für mich sofort leichter. Die Tour blieb weiterhin gut rollbar, und ich konnte mich auf eine gleichmäßige Trittfrequenz konzentrieren, statt ständig gegen Nässe und Kälte anzukämpfen.
Über Rettenegg ging es leicht ansteigend durch Wälder weiter. Auf der westlichen Seite fuhren wir schließlich hinunter nach Ratten. Gerade solche Übergänge zwischen Waldstücken, kleinen Straßen und Ortschaften haben für mich den Reiz dieser Gegend ausgemacht. Das Wechselgebiet zeigt sich hier nicht spektakulär technisch, sondern als ausdauernde, kupierte Landschaft, in der sich viele Höhenmeter fast unbemerkt summieren.
Die letzten Kilometer bis zum Rosseggerhof, unserem Quartier, legten wir auf dem Radweg neben der Bundesstraße zurück. Nach einem langen Tag war ich froh über diese einfache Schlussphase. Wir kamen komplett durchnässt an und hängten im Zimmer alles voll mit unserem Gewand, damit es bis zum nächsten Morgen wieder trocken wird. Wer schon einmal eine nasse Zweitagestour gefahren ist, weiß, wie wichtig solche Kleinigkeiten sind.
Unser Quartier war der Rosseggerhof. Wer dieselbe Etappenplanung fahren möchte, findet hier die Unterkunft: Rosseggerhof bei Booking. Für mich hat die Übernachtung genau den Zweck erfüllt, den ich auf so einer Tour brauche: ankommen, trocknen, Kräfte sammeln, ein reichhaltiges Abendessen (Schnitzel) und früh wieder los.
2. Etappe: Über Sankt Kathrein, Fischbach, Strallegg und Masenberg zurück nach Mönichwald
Am zweiten Tag sind wir wieder zeitig gestartet (kurz nach 8h). Es war erneut etwas regnerisch, aber die Vorhersage war besser als am Tag zuvor. Der Boden war zunächst tief und nass. Mit tief meine ich, dass der Untergrund weich und schwer zu fahren ist, oft weil sich Wasser gehalten hat und der Reifen mehr einsinkt. Das kostet Kraft, auch wenn die Strecke an sich unspektakulär wirkt.
Zuerst führte uns die Route über einen schönen Waldweg nach Sankt Kathrein. Gerade am Morgen mochte ich diesen Abschnitt sehr, weil er trotz des nassen Bodens ruhig und stimmig war. Danach stand der Anstieg nach Falkenstein an, gefolgt von Nebenwegen in das schöne Fischbach. Als wir dort gegen 10 Uhr ankamen, klarte der Himmel auf, und immer häufiger blitzte die Sonne durch.
Dieser Wetterumschwung hat den Charakter des Tages sofort verändert. Die Sonne trocknete den Boden schnell an, und plötzlich wurde aus einem eher grauen Morgen eine richtig angenehme Fahrt. Für mich sind das oft die besten Momente auf dem Mountainbike: wenn eine Tour zuerst zäh beginnt und sich dann Stunde für Stunde öffnet. Ich war körperlich zwar schon gefordert, aber mental ging es ab da deutlich leichter.
Nach Fischbach fuhren wir durch Birkfeld und weiter nach Strallegg. Dort machten wir beim Mostbacher Wirt Mittagspause. Das Menü war gut, üppig und günstig, also genau das Richtige für so einen Tag. Für mich war das mehr als nur eine Essenspause, denn nach vielen Höhenmetern brauche ich nicht nur Kalorien, sondern auch eine kurze Unterbrechung, um Beine und Kopf wieder auf den Nachmittag einzustellen.
Am Nachmittag ging es weiter nach Wenigzell. Wie schon am Vortag wurde es auch diesmal später wieder zaacher. Nach rund 2000 Höhenmetern werden die Beine einfach schwer, selbst wenn die Strecke fahrtechnisch einfach bleibt. Ich finde genau das wichtig bei dieser Tour: Sie ist kein Techniktest, sondern ein Ausdauertest. Offizielle Beschreibungen stufen die Runde vor allem wegen ihrer Länge als anspruchsvoll ein, und das deckt sich vollkommen mit meinem Eindruck.
Trotz der Müdigkeit arbeiteten wir uns noch bis zum höchsten Punkt des Tages hinauf, dem Masenberg auf 1261 Höhenmetern. Solche letzten Anstiege ziehen sich oft besonders, weil man schon viele Stunden unterwegs ist. Für mich war das der Abschnitt, in dem ich am meisten in einen gleichmäßigen Modus wechseln musste: nicht zu hart fahren, nicht zu viel nachdenken, einfach Kurbelumdrehung für Kurbelumdrehung weitermachen.
Am Masenberg wurden wir im Olmstoll belohnt. Dort gab es für uns einen geeisten Kaiserschmarren und guten Kaffee. Das war genau die Art von Pause, die einem späten Tourtag noch einmal einen Schub gibt. Nach Kälte, Nässe und schweren Beinen schmeckt so etwas doppelt gut. Solche Einkehrstopps gehören für mich bei langen MTB-Runden einfach dazu, weil sie nicht nur Energie liefern, sondern auch die Stimmung heben.
Danach rollten wir gemütlich abwärts nach Vorau. Das Stift dort fand ich wunderschön und es war für mich ein markanter Schlusspunkt, bevor die Tour endgültig zurück Richtung Ausgangsort führt. Dass Vorau in der Region auch als offizieller Startpunkt des Großen Jogl genannt wird, passt gut, denn der Ort wirkt auf so einer Runde tatsächlich wie ein zentraler Ankerpunkt.
Ganz fertig waren wir dort aber noch nicht. Ein letzter Anstieg mit etwa 200 Höhenmetern trennte uns noch von Mönichwald. Gerade solche Schlussanstiege können mental lästig sein, weil das Ziel schon so nah wirkt. Wir haben uns trotzdem noch hinaufgeschleppt und kamen schließlich erschöpft an. Unten am Ufer des Badesees genossen wir dann das wohlverdiente Abschlussbier und einen Burger. Besser hätte diese Runde für mich kaum enden können.
Mein Fazit zur Jogl-Runde
Für mich ist Die Große Jogl Tour in 2 Tagen eine sehr lohnende Mountainbike-Rundtour in der Steiermark, wenn ich viele Höhenmeter sammeln und dabei technisch keine extremen Schwierigkeiten haben möchte. Ich habe die Strecke als sehr leicht im technischen Sinn erlebt, aber klar fordernd in Sachen Kondition. 171,8 Kilometer und 5913 Höhenmeter in zwei Tagen muss man erst einmal solide wegdrücken.
Wenn ich die Tour zusammenfasse, dann so: lange Tage, viele Wald- und Nebenstraßenabschnitte, gut befestigter Untergrund, wenig technische Hürden, keine Hunde die einem nachlaufen und beißen wollen, aber eine ordentliche Portion Ausdauerarbeit. Genau deshalb halte ich sie für eine gute Vorbereitung auf größere Unternehmungen. Wer fit ist, kann die zwei Tage genießen. Wer entspannter fahren will, teilt sie lieber auf drei Tage auf. Offiziell ist der Große Jogl auch genau als Mehrtagestour mit zwei bis vier Etappen gedacht.
Besonders empfehlen kann ich bei solchen Bedingungen wasserdichte Überschuhe. Sie halten nicht nur trocken, sondern vor allem auch die Schuhe sauber (ich benutze die Schuhe auch am Abend zum Essen gehen und beim Frühstück – ganz eingesaut will man da auch nicht erscheinen). Wenn ich für nasse Tage etwas wirklich sinnvoll finde, dann genau das: wasserdichte Überschuhe für den Radsport. Dazu sind für mich an Regentagen wasserdichte Socken fast Pflicht, weil kalte, nasse Füße die Laune auf einer langen Etappe schnell ruinieren. Hier ist genau die Art Ausrüstung, die ich meine: Gore Wear wasserdichte Socken.
Wer eine längere Runde plant, für den kann auch meine Packliste für die Mountainbike-Mehrtagestour hilfreich sein. Gerade auf einer nassen Zweitagestour habe ich wieder gemerkt, wie wichtig trockene Reserven, durchdachte Kleidung und ein funktionierendes Schlechtwetter-Setup sind. Auf dieser Runde war das kein Nebenthema, sondern ein echter Komfortfaktor.
FAQ zur Großen Jogl Tour in 2 Tagen
Ist die Große Jogl Tour in 2 Tagen technisch schwierig?
Nein, ich habe die Tour technisch als leicht erlebt. Die Wege führten viel über gut befestigten Untergrund, Wälder und Nebenstraßen. Anspruchsvoll war für mich vor allem die Länge und die Summe der Höhenmeter, nicht die Fahrtechnik.
Für wen eignet sich die Tour besonders?
Ich empfehle die Runde allen, die auf dem MTB oder Mountainbike eine konditionell fordernde Mehrtagestour suchen. In zwei Tagen braucht es aus meiner Sicht eine gute Grundfitness. Wer entspannter fahren möchte, kann die Tour besser auf drei Tage aufteilen.
Was war für mich bei nassem Wetter die wichtigste Ausrüstung?
Am meisten empfohlen habe ich mir selbst nach dieser Tour wasserdichte Überschuhe und wasserdichte Socken. Beides hält die Füße trockener und wärmer, und gerade an langen Regentagen macht das für mich einen enormen Unterschied.




































