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Tourdaten im Überblick
- Region: Gasteinertal
- Land: Österreich
- Distanz: 45.6 km
- Höhenmeter: 2287 hm
- Fahrzeit: 6h
- Schwierigkeit: Mittel
Bike & Hike im Gasteinertal: auf den Gamskarkogel und Frauenkogel
Diese Tour im Gasteinertal ist für mich ein langer, aber richtig lohnender Bike-&-Hike-Tag. Ich starte in Bad Gastein und verbinde eine ausgedehnte MTB-Auffahrt mit einer aussichtsreichen Gipfelrunde zu Gamskarkogel und Frauenkogel. Mit 45,6 Kilometern, 2287 Höhenmetern und rund 6 Stunden Fahrzeit ist das keine Feierabendrunde, sondern eine Tour, bei der ich mir meine Kräfte gut einteilen muss.
Gerade diese Kombination macht für mich den Reiz aus: Erst rolle ich mit dem Mountainbike talwärts und arbeite mich dann Kehre für Kehre bergauf, bevor ich das Rad abstelle und zu Fuß weitergehe. Der Tag ist konditionell fordernd, technisch aber gut einschätzbar. Wer ein Bike & Hike sucht, also die Verbindung aus Mountainbike-Anfahrt und anschließender Wanderung, findet im Gasteinertal hier eine abwechslungsreiche Runde mit viel Panorama.
Tour auf einen Blick
- Titel: Bike & Hike auf den Gamskarkogel und Frauenkogel
- Region: Gasteinertal, Österreich
- Tourtyp: Bike & Hike
- Distanz: 45,6 km
- Höhenmeter: 2287 hm
- Fahrzeit: 6 h
- Schwierigkeit: Mittel
- Start: Bad Gastein
- Track: Bad Gastein Multisport
Los gehts: Von Bad Gastein über Rastötzenalm auf Gamskarkogel und Frauenkogel
Ich starte in Bad Gastein und verliere zuerst ungefähr 200 Höhenmeter bis nach Hofgastein. Das ist ein eher ungewöhnlicher Beginn, weil ich am Anfang erst einmal abfahre, bevor der eigentliche Anstieg beginnt. Genau diesen Rückweg sollte ich mir aber merken, denn die Gegensteigung zurück nach Bad Gastein wartet am Ende des Tages noch einmal auf mich und ist müder in den Beinen deutlich spürbarer als am Morgen.
Von Hofgastein fahre ich auf Asphalt bergauf, vorbei in Richtung Annencafe und Annakapelle. Hier lässt sich der Rhythmus gut finden, bevor sich der Untergrund ändert. Ab dort wechselt der Belag auf Schotter. Mit Schotter meine ich einen unbefestigten Forstweg mit losem oder festem Kies, der meist gut fahrbar ist, aber bergauf natürlich mehr Kraft kostet als Asphalt. Dieser Untergrund bleibt mir dann bis zur Rastötzenalm erhalten.
Kehre für Kehre sammle ich auf diesem Abschnitt rund 1000 Höhenmeter bis zur Rastötze. Der Anstieg ist für mich der Teil, bei dem ich geduldig bleiben muss. Es geht nicht um Tempo, sondern um einen gleichmäßigen Tritt. Gerade bei so einer langen Tour im Gasteinertal spare ich lieber früh Kraft, als später am Berg leer zu werden. Meist ist hier eine der beiden Almen geöffnet, und genau das ist für mich ein guter Punkt, um kurz durchzuatmen und den ersten langen MTB-Anstieg sacken zu lassen.
Ich fahre weiter bis zur Ledererhütte und stelle dort mein Mountainbike ab. Ab hier beginnt der Wanderteil. Der Übergang vom Rad auf die Füße ist immer ein kleiner Wechsel für den Körper, deshalb nehme ich mir kurz Zeit, richte meinen Rucksack und ziehe die Schuhe bewusst fest. Für solche Tage finde ich leichtes, aber griffiges Schuhwerk ideal, etwa leichte Trailrunning-Schuhe, wenn ich mich darin auf langen Zustiegen und Pfaden wohlfühle.
Von der Ledererhütte folge ich dem Wanderweg 513, der später in den Weg 02A mündet und direkt zur Rauchkogelscharte auf 2205 Metern führt. Eine Scharte ist ein Einschnitt im Gebirgskamm, also ein Übergang zwischen zwei Erhebungen. Der Weg ist für mich nicht schwierig, aber die Länge des Tages ist nicht zu unterschätzen. Genau deshalb ordne ich die Tour trotz gut machbarer Wanderpassagen als mittelschwer ein: Nicht die Technik ist das Hauptthema, sondern die Ausdauer.
Von der Rauchkogelscharte gehe ich noch etwa 250 Höhenmeter weiter zum Gipfel des Gamskarkogels. Der Berg wird offiziell mit 2467 Metern geführt, und oben öffnet sich bei gutem Wetter ein beeindruckender Rundumblick. Ich stehe dort mit einem echten 360-Grad-Panorama, und wenn die Sicht passt, reicht der Blick vom Großglockner bis zum Dachstein. Solche Gipfelmomente sind für mich genau der Grund, warum ich die lange Auffahrt gern in Kauf nehme.
Am Gamskarkogel steht auch die Gamskarkogelhütte. Sie ist ein markanter Punkt am Gipfelbereich, allerdings verlasse ich mich bei der Planung nicht blind auf eine Einkehr. Aus meiner Erfahrung schließt sie meist schon Mitte September. Deshalb packe ich lieber ausreichend Proviant ein. Gerade auf einer langen Bike-&-Hike-Tour ist das für mich kein Detail, sondern ein wichtiger Sicherheitsfaktor. Wenn unterwegs nichts offen hat, sollte ich trotzdem problemlos über den Tag kommen.
Der Gamskarkogel wird oft als höchster Grasberg Europas beschrieben, und genau dieses Gelände prägt für mich den Charakter dort oben. Statt schroffer Felswelt erlebe ich einen weiten, offenen Kamm mit viel Übersicht. Von hier geht es für mich auf einer genialen Gratwanderung über den Weg 513b weiter zum Gipfelkreuz des Frauenkogels auf 2424 Metern. Solche Passagen wirken oft besonders eindrucksvoll, weil ich links und rechts tief hinunterblicke und der Weg das Panorama noch intensiver macht.
Der Abschnitt hinüber zum Frauenkogel gefällt mir besonders gut, weil er trotz des langen Tages noch einmal Abwechslung bringt. Ich bin nicht einfach nur auf dem Rückweg, sondern nehme einen zweiten Gipfel mit. Das macht die Runde für mich deutlich attraktiver als ein reines Hin und Zurück. Gleichzeitig bleibe ich aufmerksam, denn auf langen Touren passiert Konzentrationsverlust oft dann, wenn die schönsten Bilder schon im Kopf sind und ich gedanklich zu früh beim Abstieg bin.
Ab dem Frauenkogel geht es für mich nur noch bergab. Zunächst steige ich zur Schmalzscharte ab. Dort kreuzt sich der Weg in Richtung Gasteinertal und Großarltal. Ich halte mich wieder Richtung Hofgastein beziehungsweise Rastötzen, denn dort wartet mein Mountainbike schon auf mich. Diese Orientierung ist wichtig, damit aus dem langen Tag keine unnötige Extraschleife wird. Gerade an Wegkreuzungen prüfe ich lieber einmal mehr, ob ich noch auf meiner Linie bleibe.
Zurück beim Bike beginnt der letzte Teil der Tour: die Abfahrt auf demselben Weg zurück. Nach so vielen Höhenmetern fühlt sich das Rad zunächst fast wie eine Belohnung an. Trotzdem ist der Tag noch nicht vorbei. Ich rolle zurück talwärts, weiß aber genau, dass die letzten etwa 200 Höhenmeter hinauf nach Bad Gastein noch kommen. Diese Gegensteigung sollte ich wirklich nicht unterschätzen. Nach dem langen Anstieg, der Wanderung und den beiden Gipfeln kann selbst so ein vergleichsweise kurzer Schlussanstieg zäh werden.
Für mich ist das insgesamt ein toller Tagesausflug im Gasteinertal, aber eben einer mit klarem Anspruch an die Kondition. Die Wanderung selbst empfinde ich nicht als schwierig, doch die Summe aus Distanz, Bike-Anstieg, Gipfelanstieg und Rückweg macht den Tag lang. Ich empfehle deshalb gutes Schuhwerk, genug Verpflegung und eine realistische Zeiteinteilung. Nach solchen Touren greife ich persönlich gern zu Magnesium. Wenn ich bei Wind oder kühleren Abschnitten unterwegs bin, habe ich außerdem immer meinen Schlauchschal dabei.
Wer weitere ähnliche Unternehmungen sucht, findet im Gasteinertal auch andere spannende Kombinationen aus Rad und Bergtour, zum Beispiel Bike & Hike über Schmaranzhütte am Guggenstein oder Bike & Hike zum Feuersang. Für mich zeigt gerade diese Tour auf Gamskarkogel und Frauenkogel aber besonders schön, wie abwechslungsreich ein einziger Tag zwischen Forstweg, Gipfelanstieg und aussichtsreichem Kamm sein kann.
FAQ
Wie schwierig ist die Tour auf Gamskarkogel und Frauenkogel wirklich?
Ich empfinde die Tour als mittelschwer. Die Wanderung ist für mich technisch nicht besonders schwierig, aber der Tag ist sehr lang und mit 2287 Höhenmetern klar konditionell fordernd. Gerade die Kombination aus MTB-Auffahrt, Gipfelanstieg und Rückfahrt verlangt eine gute Ausdauer.
Wo stelle ich bei dieser Bike-&-Hike-Tour das Mountainbike ab?
Ich stelle mein Mountainbike bei der Ledererhütte ab. Dort beginnt für mich der Wanderteil über den Weg 513, der später in den Weg 02A Richtung Rauchkogelscharte übergeht.
Was sollte ich bei der Planung besonders beachten?
Ich achte vor allem auf genügend Proviant, weil die Gamskarkogelhütte meist schon Mitte September schließt. Außerdem unterschätze ich die letzten 200 Höhenmeter zurück nach Bad Gastein nicht. Gute Schuhe, eine solide Kondition und eine frühe Startzeit helfen mir bei dieser Tour am meisten.













