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Feuersang – Tourbericht

Lesezeit: ca. 8 Minuten

Zum Gipfel des Feuersang ist die Tour, die ich in diesem Bericht mit allen wichtigen Eindrücken und Tipps beschreibe.

  • Region: Gasteinertal
  • Land: Österreich
  • Distanz: 23.7 km
  • Höhenmeter: 1487 hm
  • Schwierigkeit: Mittel

Bike & Hike zum Feuersang: steil hinauf ab Bad Gastein

Der Feuersang im Gasteinertal ist für mich eine Tour, die genau das vereint, was ich an einem Bike & Hike liebe: erst lange und konsequent mit dem MTB bergauf, dann zu Fuß weiter bis zum aussichtsreichen Ziel. Ich starte in Bad Gastein und folge der beschilderten Mountainbike-Strecke „Hoher Stuhl“ nach oben. Die 23,7 Kilometer und 1487 Höhenmeter klingen auf dem Papier noch recht nüchtern, unterwegs spüre ich aber schnell, dass diese Runde ordentlich Substanz hat.

Ich erlebe die Tour als mittel schwer, wobei vor allem die Länge des Anstiegs und der sehr steile Schlussanstieg zu Fuß fordern. Technisch ist nicht alles kompliziert, aber ich brauche Kondition, Trittsicherheit und eine gute Orientierung. Gerade weil der Fußteil zum Teil nicht markiert ist, halte ich die Karte griffbereit. Für mich ist das eine Tour, bei der gute Planung mehr bringt als reiner Ehrgeiz.

Tour auf einen Blick

  • Titel: Bike & Hike zum Feuersang
  • Region: Gasteinertal
  • Land: Österreich
  • Start: Bad Gastein
  • Tourtyp: Bike & Hike
  • Distanz: 23,7 km
  • Höhenmeter: 1487 hm
  • Abfahrt: 1466 hm
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Besonderheit: MTB-Anstieg über „Hoher Stuhl“, danach unmarkierter Fußanstieg im Bereich T2/T3

Von Bad Gastein per MTB und zu Fuß zum Feuersang

Ich starte direkt in Bad Gastein. Von dort geht es über die beschilderte Mountainbike-Strecke „Hoher Stuhl“ zügig bergauf. Zügig heißt in diesem Fall nicht locker, sondern eher, dass ich schnell in den Arbeitsmodus komme. Schon früh sammle ich viele Höhenmeter, und ich merke, dass ich mir meine Kräfte gut einteilen muss. Kehre für Kehre wird es anstrengender, und gerade die langen Passagen bergauf fühlen sich zeitweise echt zäh an.

Der Charakter dieses ersten Teils ist klar: sitzen, treten, Rhythmus finden und dranbleiben. Ich fahre in Nordwest-Richtung, und mit zunehmender Höhe verändert sich die Szenerie deutlich. Weiter unten liegt das Tal noch nah, später öffnet sich die Umgebung mehr. Für mich ist das genau die Art von Bike-Anstieg, bei der ich nicht ständig an technische Spielereien denke, sondern einfach an Ausdauer und an einen runden Tritt.

Je höher ich komme, desto präsenter werden oberhalb der Baumgrenze die Lawinenschutzanlagen. Diese Verbauungen begleiten mich durch die letzten Kehren und geben dem oberen Teil der Auffahrt einen ganz eigenen Charakter. Spätestens dort wird mir klar, dass ich mich in einem Bereich bewege, in dem Gelände und Exposition stärker spürbar werden. Das macht die Tour eindrucksvoll, verlangt aber auch Aufmerksamkeit.

Auf etwa 2100 Metern ist für mich mit dem MTB Schluss. Genau hier beginnt der Hike-Teil. Ich stelle mich auf den Wechsel ein und ziehe meine Traillaufschuhe an. Bei solchen Touren mache ich das inzwischen bewusst so, weil ich auf steilem Untergrund und auf Fels lieber mit leichtem, griffigem Schuhwerk weitergehe. Ich nutze dafür meinen Brooks Cascadia Trail-Schuh, der für mich vor allem wegen seines geringen Gewichts und des guten Grips im steilen Gelände super passt.

Der weitere Weg ist kein markierter Wanderweg. Das ist für mich der wichtigste Punkt der ganzen Tourenvorbereitung. Ich sehe zwar grundsätzlich gut, wo ich hinmuss, trotzdem verlasse ich mich hier nicht nur auf mein Gefühl. In der Bergfex-Karte ist der Steig eingezeichnet, und genau diese Karte halte ich zur Sicherheit griffbereit. Die Schwierigkeit T2/T3 beschreibt dabei einen Bergweg, der von unschwierig bis anspruchsvoller reicht. Kurz gesagt: Ich brauche Trittsicherheit, muss die Hände aber nur punktuell zur Balance einsetzen.

Eine Stelle ist bei der Orientierung besonders wichtig. Ich quere einen großen Lawinenschutz, und genau dort finde ich ohne Karte nur schwer den richtigen Verlauf. Für mich ist das kein Gelände, in dem ich lange suchen möchte. Deshalb kontrolliere ich lieber einmal mehr den Track als einmal zu wenig. Der GPX-Track mit dem Namen „Bad Gastein Multisport“ ist dafür eine gute Hilfe, gerade weil die Route insgesamt fast 9400 Punkte umfasst und damit recht sauber aufgezeichnet ist.

Der Fußanstieg selbst ist für mich weniger technisch schwierig als vielmehr sehr steil und anstrengend. Ich gewinne weiter Höhe, und obwohl der Weg an sich harmlos wirkt, spüre ich jeden Schritt. Die Kombination aus bereits absolviertem Bike-Anstieg und dem steilen Schlussstück macht den Reiz dieser Tour aus. Genau deshalb finde ich die Einstufung „mittel“ passend, auch wenn sich einzelne Abschnitte durchaus knackig anfühlen.

Eine echte Schlüsselstelle wartet dann noch: ein Wackelfelsen in luftiger Höhe. Mit „Schlüsselstelle“ meine ich den Abschnitt, der die meiste Konzentration verlangt und für viele der heikelste Moment der Tour ist. Ich gehe dort bewusst ruhig und kontrolliert. Alles andere empfinde ich als gut machbar, aber an dieser Passage bin ich voll bei der Sache. Gerade wenn ich allein unterwegs bin, nehme ich mir für so etwas lieber ein paar Sekunden mehr.

Oben werde ich dafür belohnt. Die Aussicht ist genial. Ich blicke weit ins Gasteinertal und in die umliegenden Berge, und gerade dieser Kontrast zwischen steilem Gelände direkt am Grat und der großen Weite im Hintergrund bleibt mir stark in Erinnerung. Der Feuersang ist für mich nicht nur ein Ziel auf der Karte, sondern ein Platz, an dem der Aufwand des Aufstiegs sofort Sinn ergibt.

Besonders beeindruckend finde ich die Lichtstimmung am Abend. Hier scheint noch der letzte Sonnenstrahl vom Himmel, wenn das Tal längst im Schatten liegt. Genau dieses späte Licht macht den Feuersang für mich besonders. Ich bleibe dann gern noch etwas länger oben, schaue ins Tal und genieße den Moment. Wenn ich solche Touren plane, denke ich deshalb nicht nur an die Auffahrt, sondern auch an die Rückkehr in der Dämmerung.

Für die Abfahrt nehme ich denselben Weg zurück. Das ist praktisch, weil ich die Strecke bereits kenne, verlangt aber nach dem langen Tag trotzdem Konzentration. Wenn ich den Sonnenuntergang auskosten will, packe ich deshalb unbedingt eine Lampe ein. Eine kompakte Fahrradbeleuchtung von Sigma ist für mich dabei sinnvoll, weil ich so auf den letzten Kilometern nicht unter Zeitdruck gerate.

Die Rückfahrt über den bekannten Anstiegsweg ist kein beiläufiges Ausrollen. Nach so vielen Höhenmetern bin ich müde, und genau dann versuche ich besonders sauber zu fahren. Ich finde, diese Tour lebt davon, dass ich sie nicht unterschätze. Der Bike-Teil fordert Kondition, der Hike-Teil Orientierung und Trittsicherheit, und die Tagesplanung entscheidet mit darüber, wie entspannt ich wieder in Bad Gastein ankomme.

Falls ich meinen Aufenthalt in Bad Gastein mit einer Übernachtung kombiniere, passt ein Hotel direkt vor Ort natürlich gut ins Konzept, zum Beispiel das Hotel Krone Bad Gastein. Für mich ist das vor allem dann praktisch, wenn ich den Start früh ansetzen oder den Abend nach der Tour ruhig ausklingen lassen möchte.

Wenn ich generell Freude an solchen kombinierten Touren habe, passt auch mein Bericht zu Bike & Hike: Schneealm & Windberg thematisch gut dazu. Der Charakter ist zwar nicht derselbe, aber das Prinzip aus MTB-Anstieg und Fußfinale ist ähnlich reizvoll. Beim Feuersang nehme ich vor allem mit, wie entscheidend Orientierung, Timing und passende Ausrüstung für ein stimmiges Gesamterlebnis sind.

Mein Fazit zum Feuersang

Ich erlebe den Feuersang als starke Bike-&-Hike-Tour mit klarer Linie: langer Anstieg, markanter Geländewechsel und ein sehr aussichtsreiches Finale. Die Strecke startet unspektakulär in Bad Gastein, baut aber konstant Druck auf. Oben zählt dann weniger Fahrtechnik als sauberes Gehen, gutes Einschätzen des Geländes und die Bereitschaft, auf einer unmarkierten Passage selbstständig zu navigieren.

Was mir besonders bleibt, ist das Abendlicht. Wenn das Tal schon dunkel wird und oben noch die letzten Sonnenstrahlen ankommen, wirkt die Tour fast größer, als es die nüchternen Zahlen ohnehin schon zeigen. Wer 23,7 Kilometer und 1487 Höhenmeter nicht scheut und den Mix aus MTB und steilem Fußanstieg mag, findet hier eine intensive Runde mit starkem Panorama.

FAQ

Ist der Feuersang eine reine MTB-Tour?

Nein, ich erlebe die Tour klar als Bike & Hike. Ich fahre von Bad Gastein über die beschilderte Strecke „Hoher Stuhl“ bis auf etwa 2100 Meter mit dem MTB und gehe den restlichen Teil zu Fuß weiter.

Wie schwierig ist der Fußanstieg zum Feuersang?

Ich empfinde den Weg selbst nicht als dauerhaft schwer, aber als sehr steil und anstrengend. Es gibt keinen markierten Wanderweg, eine Orientierungshilfe per Karte ist wichtig. Die Passage ist im Bereich T2/T3 einzuordnen, und eine Schlüsselstelle mit einem Wackelfelsen verlangt besondere Konzentration.

Was sollte ich für die Rückfahrt beachten?

Ich fahre über denselben Weg wieder ab. Wenn ich oben den Sonnenuntergang genießen will, nehme ich am besten eine Lampe mit. Das ist für mich die sinnvollste Vorsichtsmaßnahme, damit ich die Abfahrt nach dem langen Tag nicht unnötig unter Zeitdruck antreten muss.

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Route auf der Karte

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