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Tourdaten im Überblick
- Land: Tschechien
- Distanz: 79.7 km
- Höhenmeter: 1633 hm
- Schwierigkeit: Leicht
Budweis Klet: gemütliche Rundtour mit viel Genuss
Wir starten in Budweis, direkt von unserem Hotel, das nur wenige Meter vom berühmten Marktplatz entfernt liegt. Für diese Runde passt der Name Budweis Klet perfekt, denn genau darum geht es heute: um einen entspannten Ausflug von der Stadt auf den höchsten Punkt des Blansker Waldes. Mit 79,7 Kilometern und 1633 Höhenmetern ist die Tour zwar nicht kurz, sie fährt sich für mich aber angenehm, weil sie technisch sehr einfach bleibt und die Anstiege nie garstig werden.
Ich empfinde die Strecke als echte Genussrunde ohne sportliche Ambitionen. Wir rollen erst durch flaches Gelände, später über Forstwege und Straßen hinauf zum Kleť. Genau solche Forstweg machen die Auffahrt hier so angenehm. Dazu kommen schöne Abschnitte ohne große Hektik, eine urige Einkehr am Gipfel und am Rückweg der Moldau-Radweg.
Tour auf einen Blick
- Tour: Von Budweis auf den Klet
- Land: Tschechien
- Tourtyp: Rundtour MTB
- Distanz: 79,7 km
- Höhenmeter: 1633 hm
- Schwierigkeit: Leicht
- Start/Ziel: Budweis / České Budějovice
- Charakter: Genussrunde, technisch einfach, lange Abschnitte ohne viel Zivilisation
Ich übernachte passend direkt in der Stadt und starte dadurch völlig unkompliziert. Wenn du eine Unterkunft in Tournähe suchst, passt das Hotel Budweis ideal zum Ausgangspunkt Budweis. Gerade bei einer langen Runde wie dieser finde ich es angenehm, morgens ohne Transfer direkt losrollen zu können. Zusätzlich sind die Budweis Brauerie, die Altstadt und viele Restaurants in wenigen Minuten gut zu erreichen.
Von Budweis über den Kleť und entlang der Moldau zurück
Ich rolle in Budweis los und nehme mir bewusst einen gemütlichen Tag vor. Am Anfang führt mich die Route nach Westen durch ein flaches Gebiet, das stark von Fischteichen geprägt ist. Bis Holašovice pendle ich ungefähr auf 470 Metern Höhe herum. Dieser erste Teil ist ideal zum Einfahren, weil ich kaum Belastungsspitzen habe und einfach meinen Rhythmus finde. Gleichzeitig wirkt die Landschaft offen und ruhig, was gut zu einer Tour passt, bei der ich nicht auf Bestzeiten aus bin.
Budweis selbst ist als Startpunkt sehr angenehm. Ich starte aus einer Stadt, die ein historisches Zentrum hat und mit dem bekannten Marktplatz sofort einen markanten Orientierungspunkt bietet. Danach wird es schnell ländlicher. Genau dieser Kontrast gefällt mir: zuerst die Stadt, dann Teichlandschaften, später Wald und schließlich der Hausberg der Region. Für mich fühlt sich die Runde dadurch sehr abwechslungsreich an, obwohl sie fahrtechnisch wirklich unkompliziert bleibt.
Ab Holašovice wird es langsam etwas bergiger. Wir fahren über Forstwege und Straßenabschnitte weiter in Richtung Křemže. Dort beginnt für mich der eigentliche Anstieg auf den Kleť. Ich mag an dieser Passage besonders, dass sie stetig bergauf geht, ohne mich mit brutalen Rampen zu überraschen. Wer möchte, kann über Waldwege abkürzen. Diese Varianten sind steiler. Ich selbst finde aber den regulären Forstweg angenehmer, weil ich dort gleichmäßig treten und die Kräfte besser einteilen kann.
Das macht die Runde Budweis Klet aus meiner Sicht so attraktiv: Ich bekomme ein echtes Gipfelziel, ohne mich mit technischen Schlüsselstellen oder extremen Steigungen herumzuärgern. Technisch ist die Tour überhaupt keine Herausforderung. Ich muss keine kniffligen Trails fahren, keine verblockten Passagen lösen und keine heiklen Spitzkehren meistern. Dadurch kann ich mich ganz auf die Landschaft, den Genuss und auf den gleichmäßigen Bewegungsfluss konzentrieren.
Oben am Kleť wartet dann ein Ziel, das sich für mich wirklich lohnt. Der Berg ist mit 1083 Metern die höchste Erhebung im Blansker Wald. Am Gipfel stehen ein Funkturm und eine Sternwarte, außerdem gibt es eine urige Einkehr mit gutem Bier und traditioneller Küche. Aus der öffentlichen Tourismusinfo ist außerdem nachvollziehbar, dass der steinerne Aussichtsturm am Kleť ein wichtiger Punkt am Berg ist. Genau dieses Ensemble macht den Gipfel für mich zu mehr als nur einem Wendepunkt der Strecke.
Ich genieße die Pause hier oben ausgiebig. Nach dem langen, aber nie unangenehmen Anstieg ist so eine Einkehr genau richtig. Gerade auf einer Runde mit fast 80 Kilometern nehme ich mir diese Zeit gern. Wenn ich auf langen Touren unterwegs bin, habe ich immer Werkzeug dabei. Weil es auf dieser Strecke relativ viele Kilometer ohne Zivilisation gibt, halte ich das sogar für besonders sinnvoll. Ein Multifunktionswerkzeug gehört für mich deshalb fix ins Gepäck.
Für den Rückweg nehmen wir die einfache Abfahrt über die Straße nach Vyšný und weiter nach Zlatá Koruna. Diese Lösung passt gut zur ganzen Charakteristik der Tour: unkompliziert, flüssig und ohne Stress. In Zlatá Koruna kommen wir auf den Moldau-Radweg. Ab dort folge ich ihm nach Norden zurück Richtung Budweis. Der Radweg verläuft nicht immer direkt an der Moldau, was ich hier gut nachvollziehen kann, weil der Fluss in diesem Abschnitt noch sehr ursprünglich ist und meist nicht erschlossen wurde.
Genau dieser Teil bringt noch einmal einen ganz anderen Rhythmus in den Tag. Nach dem Gipfel und der Abfahrt wird alles wieder ruhiger. Ich sitze entspannt auf dem Rad, lasse es rollen und muss mich um fahrtechnische Details nicht kümmern. Die Landschaft bleibt dabei abwechslungsreich, aber die Tour fordert mich nicht mehr wirklich. Für mich ist das perfekt, weil ich solche Rückwege mag, auf denen ich den Tag ein wenig ausklingen lassen kann.
Ein echtes Highlight ist für mich die Crepes-Station „Pekárna placek“ in Štěkře. Der Betreiber Milanko macht aus diesem Ort etwas Besonderes. Solche Stopps bleiben mir oft fast genauso gut in Erinnerung wie ein Gipfel, weil sie einer Tour Persönlichkeit geben. Hier passt das besonders gut, denn die gesamte Runde lebt nicht von Extremen, sondern von Stimmung, Genuss und einer sehr angenehmen Streckenführung. Danach rollen wir weiter nach Norden und legen auch noch die eine oder andere Bierpause ein.
Gerade auf dem Rückweg denke ich mir, dass diese Tour ideal für Tage ist, an denen ich in Bewegung sein möchte, aber keine sportliche Machtdemonstration brauche. Wer sonst eher alpinere Unternehmungen mit Tragepassagen und Bike-and-Hike-Charakter mag, findet bei Bike & Hike auf den Silberpfennig ein ganz anderes Profil. Hier bei Budweis – Klet geht es dagegen bewusst ums einfache Fahren, ums Schauen und ums entspannte Draußensein.
Zurück nach Budweis hinein fühlt sich die Runde sehr rund an. Ich habe einen langen Tag im Sattel, aber ich steige nicht erschöpft vom Rad. Genau das ist für mich die Stärke dieser Strecke. Sie ist lang, aber nicht überfordernd. Sie bringt mich auf einen markanten Berg, bleibt dabei aber technisch leicht. Und sie verbindet Stadt, Fischteiche, Waldanstieg, Gipfelpause und entspanntes Ausrollen auf stimmige Weise. Wenn ich eine unkomplizierte MTB-Runde in Tschechien suchen würde, wäre Budweis Klet für mich eine sehr gute Wahl.
Praktisch finde ich noch einen letzten Punkt: Wegen der langen, ruhigen Abschnitte abseits größerer Orte ist eine kleine Grundausstattung wirklich sinnvoll. Neben Werkzeug kann auch eine kompakte Luftpumpe helfen, wenn unterwegs doch einmal etwas ist. Wer seine Ausrüstung für längere Tage grundsätzlich überdenken möchte, findet in der Packliste für Touren und Alpencross viele sinnvolle Gedanken, von denen ich auch auf so einer Tagestour profitiere.
FAQ
Ist die Tour Budweis Klet technisch schwierig?
Nein, ich empfinde die Runde als technisch überhaupt nicht anspruchsvoll. Ich fahre überwiegend auf Forstwegen, Straßen und Radwegen. Der Anstieg auf den Kleť ist angenehm, und auch die Abfahrt verläuft einfach über die Straße.
Wie anstrengend ist die Runde trotz der leichten Schwierigkeit?
Ich finde die Tour vor allem wegen der Distanz von 79,7 Kilometern und den 1633 Höhenmetern nicht zu unterschätzen. Fahrtechnisch ist sie leicht, konditionell ist sie aber ein langer Tag. Ich plane deshalb ausreichend Zeit für Pausen und Einkehr ein.
Was sollte ich auf dieser Tour unbedingt dabeihaben?
Ich würde auf jeden Fall Werkzeug und eine Pumpe mitnehmen. Es gibt relativ viele Kilometer ohne Zivilisation, deshalb möchte ich kleine Defekte selbst lösen können. Außerdem nehme ich genug Verpflegung mit, auch wenn ich am Kleť und unterwegs Einkehrmöglichkeiten habe.












